Was eine Photovoltaikanlage kostet
Der Preis einer Anlage hängt an ihrer Leistung, nicht am Aufwand vor Ort. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Die meisten Angebote in diesem Gewerbe entstehen erst nach einem Vertreterbesuch, und was dabei herauskommt, lässt sich vorher nicht vergleichen.

Ein Betrag je Kilowatt-Peak
Gerechnet wird schlüsselfertig je Kilowatt-Peak. Wie viele Kilowatt-Peak zusammenkommen, ergibt sich aus der Dachfläche: Ein Modul belegt zwei Quadratmeter und bringt 0,5 kWp. Zwanzig Module sind also 40 Quadratmeter und 10 kWp.
Der Vorteil dieser Rechenweise ist nicht der Preis, sondern seine Nachprüfbarkeit. Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, vergleicht bei einem Festpreis je kWp zwei Zahlen. Bei einem Pauschalangebot vergleicht er zwei Behauptungen.
Was im Preis steckt
Der Betrag je Kilowatt-Peak deckt die vollständige Anlage bis zur Anmeldung:
- Planung und Auslegung
- Module und Unterkonstruktion
- Wechselrichter, so viele wie die Leistung braucht
- Montage und elektrischer Anschluss
- Anmeldung beim Netzbetreiber
Was gesondert berechnet wird — und warum
Zwei Positionen stehen ausdrücklich daneben statt im Kilowattpreis.
Der Speicher war bis zum 31. August 2026 eingerechnet — auch bei denen, die keinen wollten. Seit dem 1. September ist er eine eigene Zeile im Angebot. Wer keinen nimmt, zahlt ihn nicht.
Das Baugerüst lässt sich nicht pauschalisieren. Ein Bungalow braucht keines, ein dreigeschossiges Haus mit enger Zufahrt ein aufwendiges. Es überall einzupreisen hieße, den Bungalow das Gerüst des Nachbarn mitbezahlen zu lassen.
Warum hier keine Zahl steht
Die Beträge liegen in der Datenbank und sind vom Betrieb änderbar, ohne dass jemand die Website anfassen muss. Stünde der Betrag hier im Text, wäre er nach der ersten Preisänderung falsch — an einer Stelle, an der ihn niemand suchen würde.
Der Konfigurator rechnet deshalb mit dem Stand von heute und nicht mit dem Stand vom Tag, an dem dieser Text geschrieben wurde. Zwei Minuten, keine Anmeldung, keine Adresse.
Ab acht Modulen
Unter acht Modulen entsteht kein Angebot. Das ist keine technische Grenze, sondern eine wirtschaftliche: Anfahrt, Rüstzeit und Netzanmeldung fallen unabhängig von der Anlagengröße an und tragen bei einer sehr kleinen Anlage den Ertrag auf.
Passen auf die freie Fläche weniger als acht Module, sagt der Konfigurator das — und schlägt vor, gemeinsam nachzusehen, ob sich anderswo auf dem Dach mehr Fläche findet. Das ist ehrlicher als ein Angebot, das sich für niemanden rechnet.
Umsatzsteuer: null Prozent
Auf Module, Wechselrichter und Speicher fallen nach § 12 Absatz 3 UStG null Prozent Umsatzsteuer an. Eine Wallbox und ihr Anschluss tragen den Regelsatz, eine Wärmepumpe ebenso — stehen beide in einem Angebot, weist es zwei Sätze getrennt aus.
Angaben zu Ertrag, Eigenverbrauch und Amortisation stehen hier bewusst nicht. Sie hängen an Standort, Ausrichtung, Verschattung und Verbrauchsverhalten und wären ohne Prüfung geraten. Beim Ortstermin rechnen wir sie für Ihr Dach durch.