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Wie groß muss meine Photovoltaikanlage sein?

Zwei Zahlen entscheiden: wie viel Dach frei ist und wie viel Strom im Jahr durchs Haus geht. Aus der ersten ergibt sich, was passt. Aus der zweiten, was sinnvoll ist.

Dachfläche von oben, zur Hälfte mit schwarzen Modulen belegt, zur Hälfte blanke Ziegel

Die Faustregel

Für einen Haushalt mit rund 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch liegen acht bis zehn Kilowatt-Peak in der richtigen Größenordnung. Das ist ein Anhaltspunkt für das erste Gespräch, keine Auslegung — die hängt daran, wann der Strom gebraucht wird, nicht nur wie viel.

Von der Fläche zur Leistung

Ein Modul belegt zwei Quadratmeter Dachfläche und bringt 0,5 Kilowatt-Peak. Die Rechnung ist damit kurz: freie Fläche geteilt durch zwei ergibt die Modulzahl, halbiert ergibt die Leistung.

Achtzig Quadratmeter freie Fläche sind also vierzig Module und 20 kWp.

Abgerundet, nicht auf

Bleiben nach der Belegung 1,5 Quadratmeter übrig, passt dort kein Modul mehr hin. Der Konfigurator rundet deshalb immer ab: 79 Quadratmeter ergeben 39 Module, nicht 39,5 und auch nicht 40.

Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist der Unterschied zwischen einem Angebot, das aufgeht, und einem, das beim Aufmaß korrigiert werden muss.

Die Untergrenze: acht Module

Unter acht Modulen — also unter 16 Quadratmetern und 4 kWp — rechnet der Konfigurator nicht weiter. Anfahrt, Rüstzeit und Netzanmeldung fallen unabhängig von der Größe an; bei einer sehr kleinen Anlage tragen sie den Ertrag auf.

Die Obergrenze: 30 Kilowatt-Peak

Oberhalb von 30 kWp führt der Weg ins Gespräch statt zu einer Zahl. Dort ändern sich Dinge, die ein Formular nicht abfragen kann: die Direktvermarktung, die steuerliche Behandlung und oft das Netzanschlussverfahren.

Größere Anlagen sind ausdrücklich willkommen — sie laufen nur über einen Termin statt über den Browser.

Der Wechselrichter trägt mehr, als er nominal leistet

Module liefern ihre Nennleistung nur unter Prüfbedingungen — volle Einstrahlung, 25 Grad, kein Staub. In der Praxis darf deshalb mehr Leistung auf dem Dach liegen, als das Gerät nominal trägt: bis zu fünfzehn Prozent. Ein 10-kW-Wechselrichter deckt damit 11,5 kWp ab.

Wer das übersieht, verkauft ein Gerät zu viel. Reicht eines nicht, werden mehrere kombiniert — höchstens vier; darüber ist es Beratung und kein Formular.

Und der Speicher?

An jedem Wechselrichter hängt höchstens ein Speicher. Wie viele Speicher eine Anlage tragen kann, ergibt sich damit aus ihrer Leistung — nicht aus dem Wunsch. Der Konfigurator sagt es, wenn mehr gewählt wurde, als die Anlage trägt.

Ob Ihr Dach die Last trägt, wie es ausgerichtet ist und was verschattet, sehen wir beim Ortstermin. Die Rechnung oben sagt, was auf die Fläche passt — nicht, was das Dach hergibt.

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